Wie komme ich dazu?


Hallo,  mein Name ist Natalie Born. Ich bin 33 Jahre alt und wohne im Westerwald. Ich bin nicht verheiratet und habe auch keine Kinder. Doch ich habe eine große Liebe, das ist Jesus. Er starb für mich, darum habe ich ihm mein Leben geweiht. Es war die schwerste und auch die beste Entscheidung meines Lebens.
Ich bin als Kind schon in die Gottesdienste geschleppt worden, habe aber weder die Botschaft, noch die Bibel oder die in der Gemeinde herrschenden Regeln verstanden. Also bin ich mit 18 Jahren dort ausgebrochen, und habe beschlossen mein Leben ohne Gott gut hinzubekommen. Das ist mir zunächst scheinbar gelungen, ich habe Karriere gemacht und hatte viel Spaß in meinem Leben. Doch war es sinnlos und leer. Nichts hat mich so erfüllt, dass ich einfach nur zufrieden war. Immer wollte ich noch mehr, nie hatte ich das Gefühl dass etwas gut genug war. Also habe ich mehr gefeiert und mehr gearbeitet. Irgendwann mal hatte ich dann einen Burnout. Ich wußte ich habe versagt in meinem Vorhaben, ein tolles und erfülltes Leben zu haben. Doch habe ich mich wie ein Ertrinkender an das letzte Stückchen Sicherheit geklammert das mir geblieben war, mein Beruf. Gott rief mich immer wieder mit der sanften Stimme meiner Mutter, mit der Sehnsucht nach Gemeinschaft, mit meiner Suche nach dem Sinn von alledem, mit meiner Liebe zur Natur. Musik liebte ich schon immer, also vermute ich, hat Gott seine Strategie gewechselt. Ende des letzten Jahres wurde bei uns in der Gegend ein Musical durchgeführt und meine Schwester lud mich ein. Die Texte, die kraftvolle Musik, dies alles hat mich tief berührt. Doch habe ich versucht, die Stimme zu übertönen, durch noch mehr Partylife. Dann passierte das schreckliche Erdbeben in Haiti und ich fühlte den Ruf, dort zu helfen. Ich wußte aber, dass ich ohne Gott an meiner Seite dort verloren bin, und ich bat ihn mir zu zeigen was ich machen soll. Er hat die Sache in die Hand genommen, und mich erstmal von meinen Partys und meinem Job befreit. Ich hatte plötzlich nichts mehr woran ich mich vorher noch klammern konnte. Und musste mich den quälenden Fragen stellen, wie ich mein Leben in Ordnung bringen kann. Wieder lud mich meine Schwester ein, in die Gemeinde, wo sie hinging. Dort wurde ich sehr herzlich aufgenommen, und ich begann mich wohlzufühlen. Im Frühjahr gab es dann am Bibelseminar Bonn ein Studium des Paulusbriefes an die Römer als Abendkurs. Ihr wisst schon, wieder lud mich meine Schwester ein, und wieder ging ich mit. Und als hätte sich der Nebel gelichtet begann ich plötzlich zu verstehen, dass Jesus für alle Menschen gestorben ist, dass Gott als unserem Schöpfer unser Gehorsam zusteht, dass wir alle versagt haben, dass ich ohne ihn nichts bin und einfach nur kaputtgehen werde. Am schwersten war für mich zu begreifen, dass wir einfach nur glauben müssen, dass Jesus für uns gestorben ist und uns von unseren Sünden reinwaschen möchte. Weil dieses Geschenk so unendlich groß war, und so unverdient. An einem Abend Ende Mai wurde im Gottesdienst von einem Mann aus der Bibel erzählt, der seit 38 Jahren lahm an einem Brunnen lag, dessen Wasser heilsam war. Dafür musste er aber dorthin kommen, und er hatte niemanden der ihm half. Genauso fühlte ich mich auch. Also bat ich die Gottesdienstbesucher für mich zu beten, weil auch ich wußte dass ich zu Gott kommen musste aber nicht die Kraft hatte zu gehen. Am gleichen Abend noch konnte ich meine Last endlich zu Jesus bringen, und er vergab mir. Tiefer Frieden und unendliche Liebe durchflossen mein Herz. Von dieser Liebe beflügelt beschloss ich noch am gleichen Abend, dass ich nicht mehr Herr in meinem Leben sein will, sondern es Jesus gehören soll. Einen Monat später schon saß ich im Flugzeug nach Haiti, und konnte dort den Menschen Gottes Liebe in Form von Medizin, Aufmerksamkeit, Nahrung und Anteilnahme bringen.


Youtube hat inzwischen das Musical in voller Länge, leider bisher ohne Bilder, aber doch wunderschön: http://www.youtube.com/user/unz3r0#grid/user/D0A10B5B4141A9E9