Montag, 2. Januar 2012

Of Legacies and New Year's Resolutions

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Ja, wenn es was zu ändern gibt, warum warten bis zu einem bestimmten Datum, um es dann zu beschließen, und einige Wochen später bereits zu vergessen - so geht es zumindest den meisten Neujahrsvorhaben.

Es liegt keine Magie in der Sekunde des Jahreswechsels, denn derer sind viele, und nach welcher Uhr richten wir uns? Das einzige was sich in meinem Leben geändert hat, bisher, im Vergleich zum Jahr 2011, ist dass ich beim Datum jetzt einige Zeit die 11 gewohnheitsgemäß schreiben, und dann auf 12 korrigieren werde. Nein, im Neujahrsmorgen ist keine Magie, darin ist unendlich viel Müll, von den Feuerwerken dröhnende Ohren, nach Rauch stinkende Kleidung und Luft, und eine mehr oder weniger durchwachte Nacht. Es gibt weitaus wichtigere Daten im Leben eines Menschen, erst recht eines Christen. Haben wir Weihnachten schon vergessen? Wann haben wir zuletzt gefeiert, uns mit Freude und entsprechender Würdigung des Tages oder Augenblickes erinnert, als Jesus in unserem eigenen Herzen geboren wurde? wann haben wir zuletzt uns tatkräftig in seinem Erlösungsplan eingesetzt? ODer freuen wir uns dass wir zum Vip Club der Erretteten gehören, genießen unsere Freiheiten oder erfreuen uns am Druck unserer selbstgesetzten Grenzen und fühlen uns besonders geistlich und würdig - aber vergessen wo wir hergekommen sind?

Der Mann in Bethesda hatte niemanden, der ihn zum Wasser trägt, wenn der Engel es bewegte. Er wußte theoretisch, dass dort Heilung ist, er harrte sogar 38 Jahre am gleichen Ort aus, in der Hoffnung irgendwann rechtzeitig zu kommen. Wenn Jesus nicht zu ihm gekommen wäre, er wäre sicherlich nie geheilt worden. Zu manchen Menschen geht Jesus selbst. Doch zu den meisten schickte Er uns, er sagte "Gehet hin". Nicht schaut hin, oder gedenkt von Zeit zu Zeit, oder ruft sie in eure Kirchen an Ostern und Weihnachten. Er sagte "Gehet hin". Dieser Aufruf steht im Imperativ - also in Befehlsform. Er setzt Bewegung voraus, Arbeit, nicht Warten und Machenlassen. Zum Gehen muss man sich Gedanken machen, wie gehe ich, wohin, warum, mit wem, was mache ich dort, und wie, und wielange, und mit wem. Das kleine Wörtchen "hin" bedeutet, bewegt euch aus eurem gewohnten Umfeld weg, nicht sitzt in euren Gottesdiensten und hofft, dass sich einer "verirrt". Sondern so wie unser Meister zu den Menschen gegangen ist, in ihre unterschiedlichen oft miserablen Situationen - so erwartet er auch von uns, dass wir unsere Cofort Zone verlassen, und endlich das tun, wozu er uns berufen hat. Warum vergessen wir bloss, dass in den meisten Fällen nicht Jesus selbst in unser Leben kam, sondern Menschen uns zu ihm gebracht haben? Irgendwelche Menschen, die etwas riskiert haben, um unseretwillen. Menschen, die sich aufgeopfert haben, um uns die Frohe Botschaft zu erzählen. Wenn wir die Liebe Gottes geschenkt bekommen, erleben, und dann in uns einschließen, und nicht hergeben wollen, ist es keine Liebe Gottes, die in uns wirkt, es ist Egoismus. Kennt ihr noch Gollum aus der Saga "Der Herr der Ringe"? Auch er hatte einen unglaublichen Schatz - aber er wollte ihn mit niemandem teilen, und die meisten von uns haben gesehen, was in dieser Geschichte aus ihm geworden ist. Ich sehe mich oft als dieser Gollum, der nicht bereit ist, etwas zu teilen, sich zu bewegen. Ich fürchte, sogar mein Gesichtsausdruck wird wie seiner. Gebe Gott dass nicht...



Darin ist erschienen die Liebe Gottes unter uns, dass Gott seinen eingebornen Sohn gesandt hat in die Welt, damit wir durch ihn leben sollen. 1. Johannes 4:9

Achja, die Jahreslosung...

Frohe Weihnachten und einen Guten Rutsch ins Neue Jahr!

So sagt man doch, zumindest wenn man alles schnell erledigen will, und der Wunsch universell klingen soll. Ich habe dieses Jahr die persönlich geschriebenen Karten und Briefe besonders schätzen gelernt. Zuhause, wenn alle um dich sind, ist es einfach, schnell und günstig zu gratulieren. Aber so in der Fremde freut man sich noch viel mehr über jede Nachricht von seinen Lieben.

Mein Weihnachtsfest verging ganz besinnlich, mit Kerzen, leisen Gesprächen, leckerem einfachen Essen, einer Tonne von Süßigkeiten von allen Seiten, und mit Schnee. Am 24. habe ich einige Gemeinden hier besucht, auch an unserem eigenen Kindergottesdienst teilgenommen. Wir haben ein wunderschönes Fest gefeiert, und die Kinder haben sich gefreut. Habe einige befreundete Familien besucht, die Gott mir hier in Estland geschenkt hat. Auch wenn wir nicht in allem einer Meinung sind, so lernen wir uns gegenseitig stehen zu lassen, und einfach die Freude zu teilen, die uns in Jesus vereint. Die Kinder sind einfach goldig, und die Menschen so einfach und herzlich. Das tut richtig gut! Andere Freunde sind Geschwister im Herrn, mit denen man so richtig von Herzen und mit Respekt voreinander und vor dem Worte Gottes Fragen und Ansichten diskutieren kann, ohne sich wehzutun, und mit Gewinn für beide Seiten.

Einige Einsichten bezüglich meiner Zukunft wurden auch aufs Tapet gebracht. Zum Einen ist mir eine Antwort auf ein Gebet mit Bedingung eingefallen, das ich mal gebetet habe. Zum anderen gibt es Faktoren, die hier speziell im Baltikum zutage kommen, über die ich nachdenke. Ich bin schon so gespannt, wohin Gott mich (als nächstes) führen wird. Auf jeden Fall wird es das alles wert sein.

So möchte ich Euch weiterhin um Gebetsunterstützung bitten, denn Fürbitte ist ein soo wichtiger Dienst, und eine starke Kraft.

Für das Neue Jahr wünsche ich Euch allen, dass Ihr Gott täglich neu erfahrt, dass Ihr in seiner Gegenwart erblüht, heilt und euch verwandelt in das Bild, nach welchem Er uns geschaffen hat. Lasst Euch vom Heiligen Geist führen und vertraut auf den Herrn!

Ganz liebe Grüße aus Estland!

Hier noch einige Impressionen aus dem kalten Norden: