Liebe
Freunde,
jetzt
ist der Sommer in Lettland überstanden, und ich würde euch gern teilhaben lassen
an meinen Erlebnissen und Plänen. Vielen Dank, dass ihr mit mir gegangen seid,
und mich unterstützt und für mich gebetet habt!
SO SAHEN UNSERE PLÄNE FÜR DEN SOMMER AUS
Mit den Leitern von Gančauskas haben wir überlegt, wie wir mehr mit den jungen Sommerhelfern geistlich und persönlich arbeiten möchten, und wie es praktisch aussehen kann. Wir wollten gemeinsame Andachten, Unternehmungen, Gespräche. Dadurch sollten sie nicht nur auf dem Gelände und bei den Freizeiten mitarbeiten, sondern auch geistlich gefördert werden.
Mit den Leitern von Gančauskas haben wir überlegt, wie wir mehr mit den jungen Sommerhelfern geistlich und persönlich arbeiten möchten, und wie es praktisch aussehen kann. Wir wollten gemeinsame Andachten, Unternehmungen, Gespräche. Dadurch sollten sie nicht nur auf dem Gelände und bei den Freizeiten mitarbeiten, sondern auch geistlich gefördert werden.
Während
der ersten beiden Wochen habe ich mich in der Mitarbeiterküche engagiert,
während auf dem Gelände die Bauarbeiten an den neuen Toiletten und Bädern im
Gästehaus sowie die letzten Vorbereitungen für den Sommer erledigt wurden.
Gerade zum Beginn der ersten Freizeit war Gott sei Dank auch der letzte Nagel
in der Wand.
DER MENSCH DENKT; UND GOTT LENKT
Von
vielen Freizeiten hört man, dass die größte Schwierigkeit ist, den Koch zu
finden. Uns ging es nicht anders. Glücklicherweise wurden wir die ersten beiden
Wochen von einer Köchin unterstützt, die zu diesem Zweck aus Deutschland
gekommen war. Wie sich herausstellte, wohnen sie und ich sogar nicht weit von
einander J Ich habe ihr in der Küche geholfen, und sie hat mir
einiges beigebracht von Kochen für große Mengen. Vielen Dank ihr an dieser
Stelle dafür! Als sie nach Hause fuhr, hatten wir immer noch keinen Koch, und
deshalb kochte ich. Nicht immer gelang alles wie es sollte.
Es
gab, zum Beispiel, 10 kg Reis zu kochen, nicht in Beuteln, die man einfach aus
dem Wasser fischt. Also lernte man den Reis in der richtigen Proportion zum
Wasser zu kochen, und rechtzeitig vom Herd zu nehmen. Auch Brei gab es bei uns
zuhause nicht täglich, ich hatte bis dahin nie Brei gekocht. Hier lernte ich
das. Vielen Dank auch an die Leiter von Gančauskas, die mir die vielen
missglückten Versuche verziehen, und mir so viel beibrachten. Zu dem Küchenteam
gehörten immer mehrere Jugendliche, die hier als Sommerhelfer ihre Ferien
verbringen, selbst teilweise schon als Kinder bei Freizeiten dabei gewesen, und
Freiwillige aus Deutschland, die unser Team bereicherten.
![]() |
Kasha (Brei) kochen, ohne dass es anbrennt, das musste ich erst lernen. Hier gehört es zu einem ordentlichen Frühstück dazu, das bedeutete morgen um 6 raus aus den Federn J
|
Bei
den Freizeiten mussten täglich vier Mahlzeiten für 70-180 Menschen zubereitet
werden. Wenn es viele Esser waren, dann bedeutete es oft, dass man von 6 Uhr
morgens bis Mitternacht in der Küche war, ein knochenharter Job, nicht nur für
mich, auch für meine Helfer. Und trotzdem fühlte ich mich als Versager, denn
ich konnte die vielen Pläne nicht umsetzen, die wir uns gemacht haben.
Gott
sei Dank, konnte mir der Leiter von Gančauskas die Augen öffnen bei einem
Gespräch, dass sich in der Küche, zwischen Tür und Angel, bei der Arbeit, viel
bessere Gesprächsmöglichkeiten ergaben, als wenn man noch krampfhaft versucht
hätte, die Mitarbeiter nach getaner Arbeit zu versammeln.
Nun
sind die Freizeiten vorbei, und es ist wieder Ruhe eingekehrt. Alle Helfer sind
weggefahren, das verbliebene Team bereitet das Gelände bereits für den Herbst
und Winter vor. Ich durfte hier bleiben, um ein wenig mitzuhelfen, und um in
Ruhe meine Studienaufgaben zu machen, die seit der Präsenzphase auf mich
warten. Ich danke Gott für die vergangenen Wochen, dass ich wieder sehr viel
über Ihn und über mich und andere Menschen lernen durfte, und für seine Kraft
für die Arbeit. Oft war es sehr schwer, und ich verlor die Geduld und die
Nerven, und auch für diese Erfahrung bin ich dankbar. So Gott will, komme ich
im Oktober nach Hause, für Reisedienst, für das Wiedersehen mit der Familie,
für weitere Praktika und Lernphasen.
Euch
danke ich für die treue Unterstützung, finanziell, im Gebet, durch SMS und
Emails. Durch die viele Arbeit konnte ich nicht oft von mir hören lassen, doch
wart ihr treu! Möge Gott euch alle segnen in allen Lebensbereichen!
Eure
Natalie


Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen